Königsindische Verteidigung: Sämisch-Variante

ECO E80-E89Profi

Die Sämisch-Variante ist Weiß' aggressivste Antwort auf die Königsindische Verteidigung: 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 — der Bauer e4 wird von einem Bauern gestützt statt von einer Figur. Die Hauptvariante läuft 5...O-O 6.Be3 c5, wenn Schwarz im Zentrum kontert, bevor der weiße Königsflügelangriff in Fahrt kommt. Weiß rochiert häufig lang und stürmt mit g4 und h4; Schwarz opfert entweder am Damenflügel oder bricht mit ...b5 durch. Diese Linie spielt niemand, um eine ruhige Partie zu bekommen.

Hauptvariante

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.

Erfolgsquoten nach Spielstärke

Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.

SpielstärkePartienWeiß gewinntRemisSchwarz gewinntStellung nach
400-600 69 47.8% 1.4% 50.7% 1.d4 Nf6 2.c4
600-800 57 52.6% 0% 47.4% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O
800-1000 267 53.9% 0.7% 45.3% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3
1000-1200 168 53.6% 1.8% 44.6% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3
1200-1400 398 51.8% 5% 43.2% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5
1400-1600 1,329 49.7% 2.6% 47.7% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5
1600-1800 312 51.9% 2.9% 45.2% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5
1800-2000 1,031 46.1% 4% 50% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5
2000-2200 2,060 47.4% 5.3% 47.2% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5
2200-2400 1,641 46.5% 5.3% 48.2% 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5

Meistgespielte Fortsetzungen (2000-2200 Spielstärke)

Nach 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nc3 Bg7 4.e4 d6 5.f3 O-O 6.Be3 c5:

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Häufig gestellte Fragen

Warum 5.f3, wenn der Zug dem Springer sein natürliches Feld nimmt?

Weil er e4 dauerhaft sichert, ohne dafür eine Figur zu binden, und weil er g4 und h4 vorbereitet. Schwarz' ganzer königsindischer Plan besteht darin, e4 mit ...e5 und ...f5 anzugreifen; der Bauer auf f3 macht ...f5 deutlich weniger wirksam. Der Preis — ein unbequemes Feld für den Springer auf g1 und ein leicht gelockerter Königsflügel — ist genau das, was die Variante doppelschneidig macht.

Wie gefährlich ist das Sämisch-System für Schwarz?

Sehr, wenn Schwarz auf Autopilot spielt. Der Standardplan mit ...e5 und ...f5 funktioniert hier schlecht, und wer Königsindisch spielt, ohne das Sämisch eigens studiert zu haben, landet oft passiv und wird überrollt. Mit der richtigen Behandlung — ...c5 wie in der Hauptvariante oder das Panno-System mit ...Nc6 und ...a6 — erhält Schwarz vollauf ausreichendes Gegenspiel.

Worum geht es beim Gambit 6...c5?

Schwarz bietet den c-Bauern an, um das Zentrum zu öffnen, bevor Weiß koordiniert ist. Nach 7.dxc5 dxc5 verschwinden häufig die Damen, doch Schwarz' Figuren erwachen, und der langsame weiße Aufbau wird zur Last. Weiß kann auch mit d5 ablehnen und in eine Benoni-artige Stellung übergehen, in der das übliche königsindische Wettrennen wieder aufgenommen wird.

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