Angenommenes Damengambit, verzögert

ECO D25Fortgeschritten

Sofort auf c4 zu nehmen, fordert die unangenehmsten Antworten von Weiß heraus. Die verzögerte Fassung wartet: Schwarz entwickelt zuerst den Königsspringer und greift erst zu, wenn sich Weiß auf Nf3 festgelegt hat — das nimmt still und leise mehrere der schärfsten Möglichkeiten vom Brett. Gehalten wird der Bauer ohnehin nicht; wie in jedem Angenommenen Damengambit kommt er zurück. Doch der Zeitpunkt verändert, was Weiß dagegen unternehmen kann, und Schwarz setzt oft mit ...Bg4 fort, um die Figur abzutauschen, die sonst das Zentrum beherrschen würde.

Hauptvariante

1. 2. 3. 4. 5. 6.

Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.

Erfolgsquoten nach Spielstärke

Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.

SpielstärkePartienWeiß gewinntRemisSchwarz gewinntStellung nach
400-600 635 43.3% 9.4% 47.2% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6
600-800 64 59.4% 3.1% 37.5% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6
800-1000 162 51.9% 4.3% 43.8% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O
1000-1200 34 61.8% 2.9% 35.3% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O
1200-1400 98 63.3% 3.1% 33.7% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O a6
1400-1600 213 51.2% 2.8% 46% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O a6
1600-1800 205 58.1% 4.4% 37.6% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O
1800-2000 213 48.8% 3.3% 47.9% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O
2000-2200 142 46.5% 8.5% 45.1% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O
2200-2400 45 35.6% 8.9% 55.6% 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.c4 dxc4 4.e3 Bg4 5.Bxc4 e6 6.O-O a6

Meistgespielte Fortsetzungen (400-600 Spielstärke)

Nach 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6:

Verwandte Eröffnungen

Häufig gestellte Fragen

Warum den Bauern erst später nehmen?

Um die Auswahl von Weiß einzuengen. Gegen den sofortigen Schlag hat Weiß aggressive Versuche, die darauf beruhen, dass das Zentrum noch im Fluss ist; ist Nf3 einmal geschehen, schrumpfen diese Möglichkeiten. Es ist eine Feinheit der Zugfolge, keine andere Eröffnung — die entstehenden Stellungen sind weitgehend dieselben, nur zu den Bedingungen von Schwarz erreicht.

Kann Schwarz den Mehrbauern wirklich behalten?

So gut wie nie, und der Versuch ist der klassische Anfängerfehler in jedem Angenommenen Damengambit. c4 mit ...b5 zu halten kostet Zeit und schwächt den Damenflügel, und Weiß gewinnt den Bauern mit großem Vorteil zurück. Der Zweck des Bauern ist es, den weißen Läufer auf ein Feld zu ziehen, auf dem Schwarz ihn mit ...c5 und ...a6 angreifen kann.

Welche Art von Mittelspiel bekommt Schwarz?

Ein offenes mit freiem Figurenspiel und leichtem Raummangel — nach dem Abtausch der Zentrumsbauern oft mit einem isolierten Damenbauern für die eine oder andere Seite. Es passt zu Spielern, die lieber aktive Figuren als ein stabiles Zentrum haben — dasselbe Gespür, das auch die Tarrasch-Verteidigung reizvoll macht.

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