Nimzowitsch-Indische Verteidigung: Dreispringervariante

ECO E21Fortgeschritten

Die Dreispringervariante beantwortet die Nimzowitsch-Indische Verteidigung mit schlichter Entwicklung: 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 löst die Fesselung nicht auf und hält gleich mehrere Systeme offen. Die Hauptvariante geht 4...O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5 weiter; je nach den nächsten Zügen steuert die Partie auf die Damenindische Verteidigung, auf Ragosin oder auf echte Nimzo-Strukturen zu. Für Weiß-Spieler, die ein einziges flexibles System statt einer eigenen Antwort auf jede schwarze Verteidigung wollen, ist das die praktische Wahl.

Hauptvariante

1. 2. 3. 4. 5. 6.

Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.

Erfolgsquoten nach Spielstärke

Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.

SpielstärkePartienWeiß gewinntRemisSchwarz gewinntStellung nach
400-600 69 47.8% 1.4% 50.7% 1.d4 Nf6 2.c4
600-800 38 65.8% 2.6% 31.6% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O
800-1000 40 62.5% 0% 37.5% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4
1000-1200 25 68% 0% 32% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4
1200-1400 107 61.7% 2.8% 35.5% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5
1400-1600 335 52.2% 4.2% 43.6% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5
1600-1800 69 50.7% 5.8% 43.5% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5
1800-2000 107 52.3% 5.6% 42.1% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5
2000-2200 92 52.2% 3.3% 44.6% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5
2200-2400 70 45.7% 7.1% 47.1% 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5

Meistgespielte Fortsetzungen (1400-1600 Spielstärke)

Nach 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 O-O 5.Bg5 h6 6.Bh4 c5:

Verwandte Eröffnungen

Häufig gestellte Fragen

Warum ist 4.Nf3 im Vereinsschach so beliebt?

Weil es ein natürlicher Entwicklungszug ist, der Weiß aus theoretischen Minenfeldern heraushält. Man muss die tiefen Abspiele nach 4.Qc2 oder 4.e3 nicht kennen; Weiß schließt die Entwicklung ab und spielt Schach. Schwarz gleicht bei genauem Spiel meist aus, doch die Stellungen sind angenehm und der Vorbereitungsaufwand beträgt nur einen Bruchteil dessen der Alternativen.

Was bringt die Fesselung 5.Bg5?

Sie erhöht den Druck auf den Springer f6, der ohnehin schon die Kontrolle über e4 und d5 trägt. Mit ...h6 und ...c5 stellt Schwarz ihn sofort zur Rede: Der Läufer muss sich zwischen dem Rückzug nach h4 und dem Schlagen auf f6 entscheiden, das ihn das Läuferpaar kostet. Diese Entscheidung prägt in der Regel den Charakter der ganzen Partie.

Kann Schwarz in vertrautere Systeme umstellen?

Häufig. Mit ...d5 wird daraus eine Ragosin-Variante, mit ...b6 eine Mischform aus Nimzowitsch-Indischer und Damenindischer Verteidigung, mit ...c5 und ...d5 lassen sich Strukturen der Benoni-Verteidigung oder Hängebauern erreichen. Wer eines dieser Repertoires bereits besitzt, kann gezielt dorthin steuern, statt für diese Zugfolge neues Material zu lernen.

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