Englische Eröffnung: Symmetrische Variante
ECO A30-A39Fortgeschritten
1.c4 c5 beantwortet einen Flügelzug mit demselben Flügelzug, und die Stellung kann ein Dutzend Züge lang nahezu symmetrisch bleiben. Das macht sie zu einer der meistmissverstandenen Eröffnungen im Vereinsschach: Scheinbar geschieht nichts, tatsächlich sehr viel. Beide Seiten fianchettieren, beide entwickeln hinter den Bauern, und alles hängt daran, wer sich im Zentrum zuerst festlegt und ob diese Festlegung zum Trumpf oder zur Zielscheibe wird. Sie führt außerdem zum Igel, einer der eigenwilligsten Strukturen im Schach.
Hauptvariante
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.
Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.
Erfolgsquoten nach Spielstärke
Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.
| Spielstärke | Partien | Weiß gewinnt | Remis | Schwarz gewinnt | Stellung nach |
|---|---|---|---|---|---|
| 400-600 | 40 | 52.5% | 2.5% | 45% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 |
| 600-800 | 137 | 49.6% | 8% | 42.3% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 |
| 800-1000 | 82 | 52.4% | 6.1% | 41.5% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O |
| 1000-1200 | 54 | 44.4% | 3.7% | 51.9% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O |
| 1200-1400 | 170 | 57.6% | 2.9% | 39.4% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
| 1400-1600 | 407 | 53.3% | 2.9% | 43.7% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
| 1600-1800 | 77 | 50.6% | 2.6% | 46.8% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
| 1800-2000 | 125 | 55.2% | 4% | 40.8% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
| 2000-2200 | 142 | 55.6% | 6.3% | 38% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
| 2200-2400 | 161 | 49.1% | 3.7% | 47.2% | 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6 |
Meistgespielte Fortsetzungen (1400-1600 Spielstärke)
Nach 1.c4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nf3 d6 6.O-O e6:
- d3 — in 28.5% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 57.8%, Remis 2.6%, Schwarz gewinnt 39.6%)
- e3 — in 28.3% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 47.8%, Remis 3.5%, Schwarz gewinnt 48.7%)
- b3 — in 11.8% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 62.5%, Remis 0%, Schwarz gewinnt 37.5%)
Verwandte Eröffnungen
Häufig gestellte Fragen
Bedeutet Symmetrie, dass die Partie remis wird?
Nein — sie bedeutet, dass der Vorteil von Weiß im Extratempo besteht, und ein Tempo ist in einer geschlossenen Stellung weniger wert als sonst. Die Symmetrie bricht in dem Moment, in dem eine Seite einen Bauern nach d4 oder d5 zieht, und die entstehenden Stellungen sind so unausgeglichen wie alles andere auch. Lange symmetrische Phasen verschieben den Kampf, sie heben ihn nicht auf.
Was ist der Igel?
Ein Aufbau, bei dem die schwarzen Bauern auf a6, b6, d6 und e6 stehen — beengt, scheinbar passiv und außerordentlich widerstandsfähig. Die Figuren lauern dahinter auf ...b5 oder ...d5, und der Raumvorteil von Weiß wird zur Last, sobald der Hebel gelingt. Eine Struktur, die man als Plan lernen sollte und nicht als Variante.
Ist das Symmetrische Englisch gut für Vereinsspieler?
Es belohnt Verständnis und bestraft den Autopiloten. Es gibt kaum forcierte Varianten auswendig zu lernen, was ein echter Vorteil ist, aber auch kaum offensichtliche Ziele — wer allein nach Taktik navigiert, treibt hier ab. Am besten geeignet für alle, die bereit sind, eine Handvoll Strukturen gründlich zu lernen.
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