Zukertort-Eröffnung

ECO A04-A06Anfänger

Die Zukertort-Eröffnung ist schlicht 1.Nf3 — der flexibelste erste Zug im Schach. Weiß entwickelt eine Figur, kontrolliert e5, legt sich auf keinen Bauernzug fest und hält sich nahezu jede d4- und c4-Eröffnung offen, dazu eigenständige Systeme wie die Réti-Eröffnung und den Königsindischen Angriff. Die hier gezeigte Hauptvariante lautet 1...Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5, ein doppeltes Fianchetto, in dem Weiß die Entwicklung abschließt, bevor er entscheidet, auf welchem Feld die Partie ausgetragen werden soll.

Hauptvariante

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.

Erfolgsquoten nach Spielstärke

Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.

SpielstärkePartienWeiß gewinntRemisSchwarz gewinntStellung nach
400-600 63 49.2% 12.7% 38.1% 1.Nf3 Nf6 2.g3
600-800 106 39.6% 3.8% 56.6% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2
800-1000 66 50% 6.1% 43.9% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
1000-1200 169 52.7% 4.1% 43.2% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2
1200-1400 615 50.9% 4.1% 45% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
1400-1600 1,222 49.1% 4.7% 46.2% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
1600-1800 198 47% 6.1% 47% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
1800-2000 354 52% 3.4% 44.6% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
2000-2200 554 50.4% 4% 45.7% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5
2200-2400 757 50.3% 4.8% 44.9% 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5

Meistgespielte Fortsetzungen (1400-1600 Spielstärke)

Nach 1.Nf3 Nf6 2.g3 g6 3.Bg2 Bg7 4.O-O O-O 5.d3 d6 6.Nbd2 c5:

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Zukertort und Réti-Eröffnung?

Die Réti-Eröffnung ist 1.Nf3 nebst c4 gegen Schwarz' ...d5 und greift das Zentrum vom Flügel aus an. Zukertort ist das breitere Etikett für 1.Nf3-Systeme allgemein, einschließlich der Aufbauten des Königsindischen Angriffs mit d3 und e4 sowie schlichter Zugumstellungen in d4-Eröffnungen. In der Praxis verschwimmen die Namen, und Datenbanken ordnen nach der Stellung, nicht nach der Absicht.

Warum mit 1.Nf3 beginnen statt mit 1.d4 oder 1.e4?

Um der Vorbereitung auszuweichen. Gegen 1.Nf3 kann Schwarz keine eingepaukte Grünfeld-Indische Verteidigung, Nimzowitsch-Indische Verteidigung oder Benoni-Verteidigung aufs Brett bringen, weil die Stellung, die diese Eröffnungen definiert, schlicht nicht entsteht. Weiß stellt anschließend in die passende d4-Struktur um, nachdem er Schwarz' erste zwei bis drei Züge gesehen hat, und legt sich nicht auf eine Bauernstruktur fest, bevor er weiß, worauf er zielen will.

Ist 1.Nf3 praktisch eine gute Wahl?

Sehr, besonders für Spieler, die Verständnis dem Auswendiglernen vorziehen. Ein Aufbau im Stil des Königsindischen Angriffs — Nf3, g3, Bg2, O-O, d3, Nbd2, e4 — lässt sich gegen fast alles spielen und ist an einem Nachmittag gelernt. Die Obergrenze ist real: Auf hohem Niveau gleicht Schwarz bequem aus, doch das liegt weit über der Ebene, auf der die meisten Partien entschieden werden.

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