Wiener Partie
ECO C25-C29Fortgeschritten
Die Wiener Partie, 1.e4 e5 2.Nc3, ist das verbesserte Königsgambit: Weiß deckt zuerst e4 und hält den Vorstoß f4 in Reserve. Gegen das natürliche 2...Nf6 ist das Wiener Gambit 3.f4 wirklich gefährlich — 3...exf4? 4.e5 gewinnt Material, sodass Schwarz den präzisen Konter 3...d5 kennen muss. Ruhigere Naturen spielen 3.g3 mit Fianchetto am Königsflügel und langsamem Aufbau. Die Wiener Partie verbindet Trickreichtum und Solidität und ist so zu einer der beliebtesten Vereinswaffen der Online-Ära geworden.
Hauptvariante
1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4 4.Qh5 Nd6 5.Bb3 Be7 6.Nf3 Nc6 7.Nxe5
Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.
Erfolgsquoten nach Spielstärke
Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.
| Spielstärke | Partien | Weiß gewinnt | Remis | Schwarz gewinnt | Stellung nach |
|---|---|---|---|---|---|
| 400-600 | 286 | 41.3% | 7% | 51.7% | 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 |
| 600-800 | 52 | 55.8% | 3.8% | 40.4% | 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4 |
| 800-1000 | 275 | 49.1% | 1.5% | 49.5% | 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4 |
| 1000-1200 | 600 | 45.2% | 3% | 51.8% | 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4 |
| 1200-1400 | 1,130 | 45.9% | 3.6% | 50.4% | 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4 |
Meistgespielte Fortsetzungen (1200-1400 Spielstärke)
Nach 1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.Bc4 Nxe4:
- Nxe4 — in 74% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 42.5%, Remis 3.6%, Schwarz gewinnt 53.9%)
- Bxf7+ — in 10.7% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 57.9%, Remis 3.3%, Schwarz gewinnt 38.8%)
- Qf3 — in 4.3% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 51%, Remis 4.1%, Schwarz gewinnt 44.9%)
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt das Wiener Gambit als besser als das Königsgambit?
Weil 2.Nc3 die sofortigen Bestrafungen ausschließt, die 2.f4 riskant machen — der Bauer e4 ist gedeckt, und die Ideen mit ...Qh4+ verlieren ihren Stachel. Weiß erhält die Angriffschancen des Königsgambits mit einer weit stabileren Stellung dahinter.
Wie neutralisiert Schwarz die Wiener Partie?
Gegen 3.f4 ist der einzige gute Zug 3...d5!, der das Zentrum trifft, bevor auf f4 geschlagen wird — nach 4.fxe5 Nxe4 steht Schwarz völlig in Ordnung. Gegen das ruhige 3.g3 gibt ein klassischer Aufbau mit ...d5 oder ...Bc5 und ...d6 leichten Ausgleich. Der Zug 3...d5 zu kennen ist das gesamte Eintrittsgeld.
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