Pseudo-Damenindische Verteidigung
ECO A47Anfänger
1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 erreicht eine damenindische Struktur, ohne c4 abzuwarten, und umgeht damit still und leise sehr viel Theorie. Schwarz' Plan bleibt derselbe — der Läufer nach b7, Druck auf e4 aus der Ferne, flexible Entwicklung —, doch Weiß hat den c-Bauern noch nicht festgelegt, sodass mehrere der schärfsten Systeme gegen die Damenindische Verteidigung gar nicht erst entstehen. Ein praktischer, pflegeleichter Weg in eine gesunde Struktur, der Spielern gefällt, die die Ideen der Damenindischen mehr mögen als ihre Zugfolgen-Streitereien.
Hauptvariante
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.
Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.
Erfolgsquoten nach Spielstärke
Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.
| Spielstärke | Partien | Weiß gewinnt | Remis | Schwarz gewinnt | Stellung nach |
|---|---|---|---|---|---|
| 400-600 | 302 | 44% | 7.9% | 48% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 |
| 600-800 | 45 | 62.2% | 4.4% | 33.3% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 |
| 800-1000 | 65 | 56.9% | 4.6% | 38.5% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 1000-1200 | 26 | 61.5% | 0% | 38.5% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 1200-1400 | 767 | 55.3% | 3% | 41.7% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 1400-1600 | 1,480 | 55.1% | 3.2% | 41.7% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 1600-1800 | 239 | 56.1% | 5% | 38.9% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 1800-2000 | 394 | 55.3% | 3% | 41.6% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 2000-2200 | 530 | 49.1% | 6% | 44.9% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
| 2200-2400 | 514 | 47.9% | 8.8% | 43.4% | 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O |
Meistgespielte Fortsetzungen (1400-1600 Spielstärke)
Nach 1.d4 Nf6 2.Nf3 b6 3.g3 Bb7 4.Bg2 g6 5.O-O Bg7 6.c4 O-O:
- Nc3 — in 63.1% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 54.5%, Remis 3.5%, Schwarz gewinnt 42%)
- Re1 — in 5.6% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 60.2%, Remis 2.4%, Schwarz gewinnt 37.3%)
- Nbd2 — in 5.3% der Fälle gespielt (Weiß gewinnt 57.7%, Remis 2.6%, Schwarz gewinnt 39.8%)
Häufig gestellte Fragen
Worin unterscheidet sich das von der echten Damenindischen Verteidigung?
Nur in der Zugfolge — doch die Zugfolge ist bei der Damenindischen Verteidigung fast alles. Ohne gespieltes c4 kann Weiß die kritischen Varianten, die auf diesen Bauern angewiesen sind, gar nicht ansteuern, und Schwarz erhält denselben Läufer auf b7 und denselben Kampf um e4 mit weit weniger Auswendiglernen.
Was ist Weiß' bester Versuch dagegen?
Entweder doch c4 spielen und die Partie damit in gewohnte Bahnen zurückführen, oder die eigenständigen Aufbauten mit g3 und Bg2 beziehungsweise ein frühes e3 mit Bd3 wählen, das e4 direkt kontrolliert. Der zweite Weg ist praktisch der unangenehmere, gerade weil er auf Schwarz' Terrain spielt und nicht nach dem Buch.
Ist das Doppelfianchetto hier eine gute Option für Schwarz?
Es ist verbreitet und gesund. Mit ...g6 und ...Bg7 erhält Schwarz Druck auf beiden langen Diagonalen und eine sehr solide Königsstellung; der Preis ist langsame Entwicklung und kaum unmittelbare Präsenz im Zentrum, sodass Weiß eine Weile freie Hand hat. Sinnvoll für Spieler, die eine beengte, aber gesunde Stellung gern verteidigen.
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