Ostindische Verteidigung

ECO A48Anfänger

Die Ostindische Verteidigung deckt das A48-Gebiet nach 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 ab, in dem Weiß den c-Bauern zurückhält und stattdessen schlicht entwickelt. Die Hauptvariante setzt fort mit 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5 — unverkennbar ein London-System, das auf ein königsindisches Fianchetto trifft. Schwarz erhält den vertrauten Läufer auf g7 und den Hebel ...c5; Weiß bekommt eine solide, theoriearme Struktur, die sich gegen nahezu jeden schwarzen Aufbau beinahe wie von selbst spielen lässt.

Hauptvariante

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Das Diagramm zeigt die Stellung nach 6 Halbzügen der Hauptvariante. Auf SpeakChess üben Sie diese Variante Zug für Zug – der Trainer spielt die andere Seite und korrigiert Sie sofort, und das verteilte Wiederholen plant anschließend jede Variante so ein, dass Sie sie genau dann auffrischen, bevor Sie sie vergessen würden.

Erfolgsquoten nach Spielstärke

Ergebnisse aus echten Online-Partien, gemessen nach der in jeder Zeile gezeigten Variante. Die meisten Eröffnungsseiten nennen nur einen Gesamtwert – wie gut eine Eröffnung abschneidet, hängt jedoch stark davon ab, wer sie spielt.

SpielstärkePartienWeiß gewinntRemisSchwarz gewinntStellung nach
400-600 42 40.5% 4.8% 54.8% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6
600-800 121 48.8% 2.5% 48.8% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6
800-1000 276 50.4% 1.4% 48.2% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2
1000-1200 132 44.7% 5.3% 50% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2
1200-1400 444 49.1% 2.3% 48.6% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5
1400-1600 1,197 47.2% 4.5% 48.3% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5
1600-1800 232 50.4% 6% 43.5% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5
1800-2000 446 46.6% 6.1% 47.3% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5
2000-2200 629 48.5% 6% 45.5% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5
2200-2400 648 48% 8.5% 43.5% 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5

Meistgespielte Fortsetzungen (1400-1600 Spielstärke)

Nach 1.d4 Nf6 2.Nf3 g6 3.Bf4 Bg7 4.e3 O-O 5.h3 d6 6.Be2 c5:

Häufig gestellte Fragen

Ist das das London-System?

Der weiße Aufbau ist es: Bauern auf d4 und e3, der Läufer noch vor e3 nach f4 entwickelt, der Springer auf f3 und dazu h3, das dem Läufer ein Rückzugsfeld gibt. Weil Schwarz fianchettiert hat, statt ...d5 zu spielen, führen Datenbanken die Stellung unter A48 als Ostindisch statt unter den üblichen London-Codes. Die Pläne für Weiß sind dieselben, die ein London-Spieler ohnehin kennt.

Wie sollte Schwarz gegen den Bf4-Aufbau vorgehen?

Das Zentrum herausfordern, statt es zu spiegeln. Die Hauptversuche sind ...c5 gegen d4 wie in dieser Variante sowie ...d6 nebst ...Nh5, um den Läufer auf f4 anzugreifen und das Läuferpaar zu gewinnen. Langsam zu spielen und Weiß den Aufbau ungestört vollenden zu lassen ist genau das, was das London stärker aussehen lässt, als es ist.

Warum spielt Weiß so früh h3?

Um dem Läufer auf f4 das Feld h2 zu sichern, bevor Schwarz ihn fangen oder bedrängen kann, und um ...Bg4 und ...Nh5 den Tempogewinn zu nehmen. Das wirkt langsam, doch in einer geschlossenen Stellung, in der nichts erzwungen ist, ist ein Zug für die Sicherheit der besten Figur gut investiert — dieses System lebt von Solidität, nicht von Tempo.

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